Über mich
Ich bin Rolf.
Grafiker. Musiker. Texter. Produzent. Künstler. Papa.
Und wahrscheinlich jemand, bei dem das Leben irgendwann beschlossen hat:
Komm, dem werfen wir noch ein bisschen was vor die Füße. Mal schauen, was er draus macht. 😁
Musik? Schon ein bisschen länger als seit KI
Seit 1996 bin ich irgendwie mit Musik unterwegs.
Hinter den Reglern.
Auf der Bühne.
Hinterm Mikro.
Mal hier, mal da und eigentlich immer irgendwie mittendrin.
Damals gab es noch kein Suno, keinen KI-Button und kein:
„Mach mir mal einen Song über …“
Da wurde geschraubt, aufgenommen, verworfen, nochmal aufgenommen und geflucht.
Also eigentlich genauso wie heute.
Nur anders. 😁
Musik war für mich aber nie nur Musik.
Mich hat schon immer das komplette Ding interessiert.
Sound. Text. Idee. Stimmung. Grafik.
Ich wollte nie einfach nur einen Song machen.
Ich wollte das Ding drumherum gleich mitbauen.
Und genau diese zwei Welten – Musik und Grafik – begleiten mich eigentlich bis heute.
Und dann kam 2011
Schwerer Unfall.
Bämm.
Danach war einiges anders.
Unter anderem hatte ich plötzlich mehr Metall im Körper, als mir lieb war.
Und manche Sachen, die vorher selbstverständlich waren, gingen eben nicht mehr so einfach.
Jetzt kannst du natürlich sagen:
Scheiße. War’s das mit Musik.
Oder du suchst dir einen anderen Weg.
Ich hab Variante zwei genommen.
Nicht unbedingt freiwillig.
Aber aufgeben war irgendwie auch keine vernünftige Alternative.
Also habe ich angefangen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie ich trotz körperlicher Einschränkungen weiter kreativ sein und vor allem bei der Musik bleiben kann.
Und rückblickend war genau das wahrscheinlich der Anfang von dem, was ich heute mache.
Dann kam KI um die Ecke
Und Scheiße, natürlich hat KI für mich einiges verändert.
Plötzlich gibt es Werkzeuge, mit denen Dinge möglich werden, die für mich körperlich schwierig oder teilweise gar nicht mehr machbar sind.
Deshalb sehe ich diese ganze Diskussion um KI wahrscheinlich auch etwas anders.
Für mich nimmt KI nicht nur etwas weg.
Sie gibt mir etwas zurück.
Die Möglichkeit, meine Ideen wieder so umzusetzen, wie sie in meinem Kopf herumfliegen.
Aber deshalb sitze ich nicht morgens vor dem Rechner, tippe:
„Mach Hit.“
… und gehe Kaffee trinken. 😁
Ich schreibe Texte und Geschichten.
Ich entwickle Charaktere.
Ich mache mir Gedanken über einen Song, bevor überhaupt der erste Ton entstanden ist.
Ich baue Songstrukturen, Akkordfolgen und Arrangements.
Ich generiere.
Ich verwerfe.
Ich schneide.
Ich bearbeite.
Ich mische.
Und manchmal sage ich der KI vermutlich zum 27. Mal:
Nein. Genau SO wollte ich es eben NICHT.
KI ist für mich kein Ersatz für Kreativität.
KI ist ein Werkzeug.
Ein verdammt mächtiges.
Aber eben ein Werkzeug.
Das echte Leben schreibt sowieso die besten Geschichten
Ich bin alleinerziehender Vater von zwei Töchtern.
Und wer meine Sachen ein bisschen kennt, wird ziemlich schnell merken:
Meine Familie ist nicht irgendein Punkt in meinem Lebenslauf.
Die steht ziemlich weit oben.
Mein eigener Lebenslauf ist sowieso nicht gerade das, was man als klassische Hochglanzbiografie verkaufen würde.
Krieg erlebt.
Schwerer Unfall.
Viel Metall im Körper.
Ein paar Umwege.
Ein paar richtig beschissene Zeiten.
Und trotzdem immer wieder weiter.
Vielleicht kommt genau daher auch meine Einstellung zu vielen Dingen.
Ich brauche keine perfekte Welt.
Ich brauche einen Weg.
Und wenn der alte Weg nicht mehr funktioniert, dann baue ich mir eben einen neuen.
Manchmal wird daraus eine Grafik.
Manchmal ein Song.
Manchmal eine komplett bekloppte Idee.
Und manchmal sogar etwas richtig Gutes. 😁
Musiker, Künstler, Hybride – macht euer Ding
Und vielleicht noch etwas, weil mir das bei der ganzen Diskussion um KI-Musik wichtig ist:
Wir leben nun mal in dieser Zeit.
Musiker. Künstler. Produzenten. Hybride. KI-Musiker.
Jeder sollte aus den Möglichkeiten, die er hat, das Beste machen dürfen.
Der eine spielt seine Gitarre selbst ein.
Der nächste baut seine Musik komplett in der DAW.
Ein anderer arbeitet hybrid und verbindet seine eigenen Ideen mit KI.
Und wieder ein anderer arbeitet fast komplett mit KI.
Für mich alles okay.
Solange wir uns gegenseitig akzeptieren.
Ich muss nicht so arbeiten wie du.
Und du musst nicht so arbeiten wie ich.
Aber wir können trotzdem respektieren, dass der andere seinen eigenen Weg gefunden hat.
Eigentlich ziemlich einfach.
Aber 300 Songs im Monat? Sorry. Nein.
Wo bei mir allerdings Schluss ist:
Wenn jemand 200 oder 300 Songs im Monat „kreieren“ lässt, ohne sich auch nur einen Gedanken darüber zu machen, was er eigentlich erzählen will.
Prompt rein.
Song raus.
Nächster.
Nächster.
Nächster.
Und dann den ganzen Kram auf die Streamingplattformen kippen, in der Hoffnung, dass irgendwo ein paar Streams hängen bleiben.
Sorry.
Das ist für mich ein No-Go.
Und damit tun wir meiner Meinung nach auch der ganzen KI-Musik-Szene keinen Gefallen.
KI gibt uns gerade Möglichkeiten, von denen wir vor ein paar Jahren nur träumen konnten.
Dann sollten wir diese Möglichkeiten doch verdammt nochmal nutzen, um gute Sachen zu machen – und nicht, um möglichst schnell möglichst viel digitalen Müll zu produzieren.
Ob ein Song mit einer echten Band, alleine am Rechner oder zusammen mit einer KI entstanden ist, ist für mich dabei zweitrangig.
Da sollte eine Idee dahinterstecken.
Ein Gedanke.
Eine Geschichte.
Eine Emotion.
Irgendetwas, weshalb dieser Song überhaupt existiert.
Denn 300 Songs rauszuhauen ist keine Kunst.
Einem einzigen Song etwas mitzugeben vielleicht schon eher.
Und genau das ist Rolfstudios heute
Musik trifft Grafik.
Grafik trifft KI.
KI trifft auf fast 30 Jahre Erfahrung, Ideen und jede Menge Zeug, das in meinem Kopf herumfliegt.
Ich verbinde diese Welten miteinander.
Nicht:
Mensch ODER KI.
Sondern:
Mensch + KI.
Hybrid.
Denn die Frage, ob irgendwo KI drinsteckt, finde ich inzwischen ziemlich langweilig.
Mich interessiert viel mehr:
Was hat der Mensch daraus gemacht?
Hat das Ding eine Idee?
Eine Geschichte?
Eine Handschrift?
Löst es irgendwas aus?
Wenn ja, ist mir ziemlich wurscht, ob dabei eine Gitarre, Photoshop, eine DAW, ein Synthesizer oder eine KI im Spiel war.
Werkzeuge ändern sich.
Kreativität nicht.
Und wenn mir jemand 2011 gesagt hätte, was ich heute alles wieder machen kann, hätte ich ihn wahrscheinlich für komplett bekloppt erklärt.
Heute sitze ich hier.
Mache wieder Musik.
Baue meine eigenen Charaktere und Welten.
Schreibe meine Geschichten.
Verbinde Musik mit Grafik.
Experimentiere mit KI.
Und probiere ständig irgendeinen neuen Scheiß aus. 😁
Nach allem, was war, vielleicht gar nicht so schlecht.
Oder anders gesagt:
War also doch noch lange nicht vorbei.
🐺